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Berlin, 27./28. November 2008

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IKT in der Verwaltung

Projekte

  • Identifikation von Prozessketten für innovative E-Government-Dienstleistungen

  • Standardisierung im E-Government

  • Medienbruchfreie Verwaltungsprozesse

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E-Government stärkt den Standort Deutschland. Moderne Informations- und Kommunika­tions­­technologien sind hierbei ein Motor für die Modernisierung der Verwaltung. IKT senkt Büro­kratiekosten und macht zugleich den Öffentlichen Sektor zum Vorreiter beim Einsatz inno­vativer Technologien.

In Analogie zu E-Commerce-Dienstleistungen ist aber davon auszugehen, dass der end­gültige Durchbruch im E-Government über Government-to-Business und weniger über Government-to-Citizen Angebote erfolgen wird. Das branchengetriebene E-Government strebt für die unterschiedlichen Wirtschaftszweige hierbei eine Verzahnung von Verwaltungs­prozessen und industriellen Wertschöpfungsketten an. Dies hat Vorteile für die Wirtschaft und den Staat: Die Unternehmen sparen Geld und die Verwaltung trägt dazu bei, dass die Unternehmen am Standort bleiben. Nach Schätzungen der im Bundesinnenministerium ins Leben gerufenen "Stabsstelle Moderner Staat - Moderne Verwaltung" könnten allein Behör­den bis zu 15 Milliarden Euro einsparen, wenn es gelänge, beispielsweise nur die Hälfte der Beschaffungsvorgänge elektronisch abzuwickeln.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass das enorme Potenzial von Government-to-Business-Lösungen jedoch nur dann erfolgreich erschlossen werden kann, wenn die Unternehmen selbst maßgeblich an der Gestaltung mitwirken und ihre Bedarfstauglichkeit sicherstellen.

Die größten Effizienzpotenziale bestehen beim E-Government an der Schnittstelle zwischen Unternehmen und Behörden. Die Verwaltung der Zukunft etwa nutzt daher Prozessketten – integrierte Geschäftsabläufe und eine durchgängig IT-basierende Kommunikation zwischen Wirtschaft und Verwaltung. Dies bringt enorme Kostensenkungen und leistet einen immen­sen Beitrag zum Bürokratieabbau.

Auch die Bundesregierung legt großen Wert auf die gute Zusammenarbeit von Wirtschaft und Verwaltung. Mit dem Programm E-Government 2.0 will sie das Online-Angebot des Bundes bis 2010 bedarfsorientiert ausbauen, die Zusammenarbeit von Unternehmen und Verwaltung durch integrierte elektronische Geschäftsprozesse verbessern und einen sicheren Kommunikationsraum im Internet für Deutschland mitgestalten.

Die Initiative D21 greift dieses Vorhaben mit der Initiierung dreier Projektgruppen auf:

  1. Identifikation von Prozessketten für innovative E-Government-Dienstleistungen

Für den Bereich G2B („Government-to-Business“), aber auch für den Bereich G2C („Government-to-Citizen“), sollen jeweils zwei konkrete innovative Online-Dienstleistungs­angebote identifiziert werden, für die Umsetzungsszenarien erarbeitet, Betriebs- und Geschäfts­modelle skizziert und ggf. Pilotierungsbereiche benannt werden sollen. Die identi­fizierten Dienstleistungen sollen als Best-Practice-Beispiele fungieren, deren Ausgestaltung auch auf andere Nutzungsbereiche übertragbar sein soll. Die Projekt­gruppe setzt sich dabei aus Experten aus der Wirtschaft und der Verwaltung zusammen.

Projektleitung:

  • Siegfried Buck, Fujitsu Siemens Computers GmbH
  • n.n., Bundesministerium des Innern (stv.)

Projektskizze

 

  1. Standardisierung im E-Government 

Effektive Integration von Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung setzt Stan­­dardi­sierung voraus. In der Projektgruppe „Standardisierung im E-Government“ der D21 soll daher die Schaffung von Standards zur Optimierung gemeinsamer Prozessketten zwischen Verwaltung und Wirtschaft unter Berücksichtigung einer stärkeren Nutzer­orientierung (v.a. am Bedarf der Wirtschaft) gefördert werden. Das Augenmerk richtet sich dabei auch auf die Förderung von Standards für Pan-European eGovernment-Services (Stichwort „Dienstleistungsrichtlinie“).

Zur Vermeidung unnötiger Doppelarbeit soll verstärkt die Zusammenarbeit mit den Standardisierungsorganisationen – etwa mit dem Deutschen Institut für Normung e.V. (DIN) – gesucht werden. Im November 2008 wird bereits der vierte Standardskongress durchgeführt; Informationen zur Tagung 2007 finden Sie Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterhier.

Projektleitung:

  • Norman Heydenreich, Microsoft Deutschland GmbH
  • Werner Krause, Innenministerium Rheinland Pfalz (stv.)

Projektskizze

 

  1. Medienbruchfreie Verwaltungsprozesse

Projekte zur Einführung der elektronischen Vorgangsbearbeitung sind komplexe Vor­haben, deren organisatorische Rückwirkungen auf die Behörden häufig unter­schätzt werden und die oft mit zu geringen personellen Kapazitäten für die Projekt­durchführung ausgestattet sind.

Vor dem Hintergrund dieser Situation wurde die Arbeitsgruppe (AG) "Medienbruchfreie Verwaltungsprozesse" der D21 gegründet. Ziel dieser AG ist es, den Erfahrungsaustausch von Anwendern, Herstellern, Beratungspartnern und weiteren Interessenten zur Umsetzung medienbruchfreier Verwaltungsprozesse zu fördern und Hilfsmittel zur Umsetzung ent­sprechender Lösungen zu erarbeiten. Dabei stehen weniger technische Aspekte im Vordergrund. Vielmehr soll auf organisatorische Rahmenbedingungen und Vorgehens­weisen bei der Einführung eingegangen werden.

Projektleitung:

  • Dagmar Stübel, IMTB Consulting GmbH
  • Andrea Kubath, Ministerium des Innern des Landes Brandenburg

Projektskizze

 

Nicht nur die EU-Dienstleistungsrichtlinie zwingt zur Einführung und Anpassung neuer und sicherer Verfahrensabläufe bis hin zur Gestaltung von neuen nach-weisbaren und sicheren elektronischen Prozessen. Auch der steigende Kostendruck und der Wunsch nach Entbürokratisierung von Verfahrensabläufen muss ein Umdenken bewirken und damit eine stringente nachhaltige Zu­sam­men­arbeit von Staat und Wirtschaft. Die Initiative D21 will hierfür einen elementaren Bei­trag leisten.   

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