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Jugend (ge)fragt

[ Samstag, 08. März 2008 ] Aktuelles, Presseinformation

Presseinformation der Initiative D21 vom 08.03.2008

Jugend (ge)fragt

Unternehmen diskutieren mit Studierenden auf D21-Kongress über IKT-Zukunft

Hannover, 8. März 2008. Der Fachkräftemangel in der IKT-Branche verdeutlicht ein aktuelles Phänomen: Die Diskrepanz zwischen Vorhandenem und Benötigtem, zwischen angebotenen und nachgefragten Qualifikationen, weist auf ein stark verändertes Anforderungsprofil in der heutigen IT-Berufswelt hin. Diese Problematik griff der D21-Kongress „Unsere Zukunft in IKT“ auf. Im Rahmen der CeBIT bot die Initiative D21 gemeinsam mit den Partnern VDE, BVDW, DIE ZEIT und ver.di technikinteressierten Studierenden, Auszubildenden, Schülerinnen und Schülern ein Kongress-Forum zur Information und Diskussion über ihre Zukunft in IKT.

„Politik, Wirtschaft und Hochschulen sind gefordert, gemeinsam optimale Bedingungen für den IKT-Nachwuchs zu schaffen. Dafür wird eine Plattform benötigt. Eine solche bietet die Initiative D21“, so Bernd Bischoff, Präsident der Initiative D21. „Wir wollen mehr Begeisterung für die Technologieberufe wecken und dabei die Perspektiven auf dem IKT-Arbeitsmarkt verdeutlichen. Der Kongress war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Die Studierenden nutzten die Möglichkeit, sich mit den IKT-Führungskräften über die Zukunft der Branche auszutauschen. Rege Diskussionen gab es vor allem darüber, welche Erwartungen einerseits an Unternehmen, Arbeitsformen und Arbeitsplätze der Zukunft bestehen und wie sich diese andererseits in den Qualifikationsanforderungen von Unternehmen und dem Verhältnis von Beruf und Privatleben zukünftig widerspiegeln.

Immer wieder wurde die Bedeutung des Nachwuchses für die IKT-Branche betont: „Die Informations- und Kommunikationstechnologien sind heute der wichtigste Innovationsmotor. Durch den Mangel an Fachkräften droht dieser Motor ins Stottern zu geraten. Das ist ein ernstzunehmendes Problem für den Standort Deutschland“, so VDE-Präsident Prof. Dr. Josef A. Nossek. “Unser Rohstoff sind Ideen und Erfindungen. Kluge Köpfe sind unser Potenzial. Die Jugend ist in jeder Hinsicht gefragt“.

Um dieses Potenzial abzurufen, sind Unternehmen, Hochschulen und die Studierenden selbst gleichermaßen gefordert: „Gute Ausbildung und ständige Weiterqualifizierung ist der Schlüssel zur Zukunft der IKT in Deutschland. Leider fehlt es dabei sowohl in der universitären Ausbildung an Praxisorientierung wie in der betrieblichen Weiterbildung an Bereitschaften“, so Michael Jäkel, Leiter der Fachgruppe IT/ DV bei ver.di.
Auch Harald R. Fortmann, Vizepräsident Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und Geschäftsführer Advertising.com, sieht bei allen Beteiligten Verbesserungspotenziale: "Die Digitale Wirtschaft ist als Wachstumsbranche einer der Jobmotoren der Zukunft und hat besonders zur Zeit einen enormen Bedarf an Fachkräften. Da die Hochschulen und Universitäten in Deutschland diesen neuen Wirtschaftszweig noch nicht ausreichend thematisch abdecken, ist ein hohes Maß an Eigeninitiative seitens der Studenten und der Ausbildungsbetriebe/Arbeitgeber erforderlich."

Welche Anforderungen an die IKT-Nachwuchskräfte gestellt werden, verdeutlicht Christoph Grandpierre, Geschäftsführer Human Resources IBM Deutschland: „Das Arbeiten in internationalen Teams gehört mittlerweile zum Alltag. Ein hohes Maß an Teamfähigkeit, Kommunikation, Flexibilität und sozialer Kompetenz ist Grundvoraussetzung. Gesucht werden vor allem IT-Architekten und IT-Consultants mit einem sehr breiten IT-Wissen und spezifischen Branchenkenntnissen oder auch Software- und Hardware-Entwickler mit tiefem technischen Fachwissen, z.B. ausgeprägten Java Skills.“

Entsprechend informierten die Podiumsteilnehmer über bewährte Aktivitäten und Erfahrungen für die Nachwuchsgewinnung: „Dazu gehört die eigene Ausbildung im Rahmen der Berufsakademie, die Gewinnung über eine engagierte Praktikanten- und Diplomantenbetreuung, die Vermittlung der Attraktivität von IKT-Berufen durch Betreuung Stuttgarter Gymnasien und nicht zuletzt die Nutzung der jährlichen GirlsDay-Veranstaltungen", so Alf Henryk Wulf, stellv. Vorstandsvorsitzender der Alcatel-Lucent Deutschland AG und Mitglied des Präsidiums der Initiative D21.

Die anschließenden Workshops vermittelten praxisnah die Anforderungen und Möglichkeiten der IKT-Branche. E-Recruiting im Web 2.0, Second-Life als Unternehmenstool, Online-Stipendien, IT-Gehälter, ungewöhnliche Berufsbilder und Jobperspektiven in der Digitalen Wirtschaft - all das wurde allen Interessierten auf anschauliche Weise nahe gebracht. Der Kongress hat damit sein Ziel erreicht: den Fachkräften von Morgen ein realistisches Bild ihres Traumberufs zu ermöglichen.


Pressekontakt:

Stefan Jaekel
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Initiative D21 e.V.
Telefon: 030 – 526 87 22 55
Telefax: 030 – 526 87 22 60
stefan.jaekel(at)initiatived21.de
http://www.initiatived21.de

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